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Beim Wandern in Tirol die Schönheit der Natur bewusster wahrgenommen

Stippvisite in Tirol/Österreich bescherte uns wunderbare Tage

Die Klooalm hätte wahrlich einen schöneren Namen verdient

Ab der Kneippanlage in Aschau/Tirol  kann man bequem den Höhenweg zur Klooalm erklimmen
Die Klooalm-Jausenstation in Kirchberg /Tirol

Weil der zweite Tag unseres Kurzurlaubs Anfang Oktober 2018 in Westendorf in Tirol noch sehr unsicher war, was den Wetterbericht anbetrifft, wollten wir uns auf kleinere Unternehmungen beschränken. Wir hatten uns dazu Aschau bei Kirchberg ausgesucht. Von dort aus wollten wir zur urigen Jausenstation im Oberen Grund starten. Wir hatten nämlich in Erfahrung gebracht, dass die Klooalm ihren Gästen nicht nur mit deftigen Jausen, sondern insbesondere mit guten, hausgemachten Kuchen aufwartet. Dafür wanderten wir gerne den stets leicht aufsteigenden langen Weg nach oben. 393 Höhenmeter hatten wir dabei zu bewältigen. Dieses Bemühen hat sich in vielerlei Weise gelohnt. Denn wir erfuhren am eigenen Leib, was mit der vielgepriesenen und empfohlenen ,,Entschleunigung" gemeint ist. Wir nahmen die Natur viel intensiver und bewusster wahr. In der Almhütte angekommen, schmeckte die Jause noch einmal so gut. Dementsprechend füllten wir in netter Gesellschaft unsere Kalorienspeicher auf und verbrachten bei angeregten Diskurs ein paar amüsante Stunden, bis wir uns wieder gen Tal aufmachten.

 

Eine kleine Bemerkung am Rande zum österreichischen Wort ,,Jause":

In Bayern sagt man dazu ,,Brotzeit". Man sagt, dass ,,Jause" ursprünglich aus dem slowenischen južina = Mittagessen kommt. Es könnte aber auch vom deutschen Wort ,,Pause" kommen. Aber egal: Ob das österreichische Jausenbrot oder das deutsche Pausenbrot: Hauptsache es schmeckt

Der Aschauer Wasserfall umrankt die tragische Sage um wilde Burgfräuleins

Um den Aschauer Wasserfall rankt sich die tragische Sage um die wilden Fräulein von Falkenstein. Der Wasserfall soll die Tür verdecken, die zur ehemaligen Burg Falkenstein führt. Während der Alpzeit kamen früher immer die wilden Fräulein von Falkenstein, um sich mit den Hirten zu treffen. Jedes Fräulein hatte ihren eigenen Hirten und durfte auch nur von diesem gesehen werden.

Nacht für Nacht trafen sich Fräulein und Hirte. Die Hirten bekamen von ihrem Fräulein wertvolle Geschenke. Nachdem einer der Hirten etwas besonders Wertvolles erhalten hatte, schlichen ihm die übrigen Hirten eines Nachts hinterher. Sie wollten herausfinden, wer ihm die Geschenke gab. Als sie so das Fräulein zu Gesicht bekamen und das Geheimnis gelüftet war, endete die Verbindung zwischen den Hirten und den Fräuleins für immer.

Von nun an sah man die wilden Fräulein nie wieder. Aber aus Rache ärgerten sie die Hirten immer heimlich: Sie stachelten friedfertige Kühe zum Kampf an oder sorgten dafür, dass das Vieh sich verlief. So spürten die Hirten immer wieder die Anwesenheit der Fräulein, ohne sie jedoch auch nur noch einmal gesehen zu haben.

 

Quelle: www.alpen-guide.de

Geographischen Mittelpunkt der Kitzbüheler Alpen markiert ein spitzer Stein

Der spitze Felsbrocken markiert den geographischen Mittelpunkt der Kitzbüheler Alpen
Der spitze Felsbrocken markiert den geographischen Mittelpunkt der Kitzbüheler Alpen

 

Seit Anfang des Sommers 2013 ist die neu errichtete Infoanlage „Aschau – Geografischer Mittelpunkt der Kitzbüheler Alpen“ für alle Einheimische und Gäste geöffnet. In unmittelbarer Nähe der Aschauer Kneippanlage hat man  einen würdigen Ort mit Markierungsstein und Schautafel geschaffen und ihn mit Steinen aus allen Teilen der Kitzbüheler Alpen gestaltet. Der markant spitze Markstein, ein 5 Tonnen schweres Exemplar, wurde von der 1.600 m hoch gelegenen Schöntalalm ins Tal versetzt – ein echter „Rettenstein“ sozusagen. Die drei Meter breite Schautafel zeigt eine faszinierende Satellitenaufnahme der Kitzbüheler Alpen, sowie weitere interessante und aufschlussreiche Informationen.