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In Tirol fühlen sich die Gäste wie Zuhause pudelwohl

Stippvisite in Tirol/Österreich bescherte uns wunderbare Tage

Wenn die grauen Novembertage kommen, denke ich an die Zeit in Tirol

Tirol hat mit seinen faszinierenden Landschaften eine große Anziehungskraft
Tirol hat mit seinen faszinierenden Landschaften eine große Anziehungskraft

 

 Anfang Oktober waren wir in Tirol - da wo wir voriges Jahr schon so schöne Tage verbracht hatten. Genächtigt hatten wir abermals im Brixental in Westendorf. Tirol ist ein im Westen Österreichs gelegenes Bundesland, das wegen ihrer herrlichen Landschaft zum Erholen und Wandern einlädt. 

Wie letztes Mal waren wir auch heuer wieder zu viert. Wir teilen mit unseren Freunden die Begeisterung für die Kitzbüheler Alpen. Es gibt viele Almen, die man dort erkunden kann. Obwohl die Prognosen des Wetterberichts uns zunächst total entmutigten, haben wir uns entschlossen, das Beste daraus zu machen. Und was soll ich sagen: Wir wurden reichlich dafür entlohnt, denn wir hatten Glück und brauchten an den fünf Tagen unseres Aufenthalts nur einmal kurz unsere Regenschirme. Es wurde ein richtig toller Kurzurlaub, an den ich nun, wie schon erwähnt,  in tristen Schmuddel-Wettertagen gerne zurückdenke. 

Auf Schusters Rappen in den Tiroler Bergen unterwegs

Mit dem Alpentaxi ging es am Tag nach unserer Ankunft in Westendorf hinauf zum Gasthaus Steinberg, das auf einer Höhe von 872 Meter liegt. Von dort starteten wir auf Schusters Rappen zur Gamskogelhütte. Gemütlich gingen wir den Wanderweg durch Tirols wunderbare Alpenwelt. Erst jetzt merkten wir, wie erbauend es ist, vom Alltag abzuschalten und die frische Bergluft einzuatmen. Obwohl mein Mann und ich schon seit einiger Zeit Rentner sind und wir in punkto Arbeitsaktivitäten ohnehin schon auf Sparflamme heruntergeschaltet haben, stellten wir fest, dass eine Steigerung von Lebensgefühl immer noch möglich ist, obwohl es uns daheim absolut an Nichts fehlt.

 

Ich bin in Sichtnähe der Berge, sieben Kilometer von Rosenheim entfernt, aufgewachsen. Doch jetzt erst habe ich festgestellt, dass ich, obwohl ich in der Jugendzeit oft mit meinen Freundinnen auf die Berge gegangen bin, viel zu wenig Notiz von ihnen genommen habe und mir um den Wert der Wohnlage nicht bewusst war. Genauso in Halfing im Chiemgau - auch hier hatten meine Familie und ich einen beeindruckenden Blick auf das Gebirgspanorama. Kampenwand, Geigelstein, Hochries, Spitzstein und andere Berge erhoben sich quasi vor unserer Nase und trotzdem ignorierte man sie und empfand es als Selbstverständlichkeit.

Obwohl ich kein Bergfex bin, habe ich die Liebe zu den Bergen entdeckt

Auch Wanderwege die sich fast eben dahinziehen, führen nach oben
Auch Wanderwege die sich fast eben dahinziehen, führen nach oben

Auch heute bin ich nicht unbedingt ein Mensch, der lange Spaziergänge unternimmt.. Wenn ich aber von Freunden  mitgenommen werde, entdecke ich plötzlich, dass ich Gefallen daran habe.

Immerhin bezwangen wir 237 Höhenmeter in lockerer Gangweise, ehe wir unser gestecktes Ziel, die Gamskogel-Hütte erreichten. Grüne Wiesen, weidende Kühe, schattenspendende Wälder, beruhigend plätschernde Bäche und tosende Wasserfälle säumten den Wanderweg. Wir nahmen uns bewusst Zeit, um den Reiz der faszinierenden Bergwelt auf uns einwirken zu lassen. Als dann plötzlich das Ziel vor uns auftauchte, freuten wir uns schon auf eine frische Radlerhalbe. Auch der Magen forderte nach dem ungewohnten Fußmarsch seinen Tribut, um neue Kräfte zu tanken. Gestärkt mit einer deftigen Mahlzeit, nachgespült mit einigen Zirbenschnäpschen, gingen wir unserer inzwischen liebgewonnenen Leidenschaft nach und spielten in der gemütlichen Gaststube der Gamskogelhütte etliche Runden Skipbo, bis wir uns wieder auf den Rückweg machten und wir uns vom vereinbarten Treffpunkt von unserem Fahrer abholen ließen.

An der Windauerache gewandert und die frische Bergluft geschnuppert

Die imposante Bergkulisse ließ uns staunen und die Natur genießen

Gemütliche Stunden in der Gamskogelhütte der Kitzbüheler Alpen

Zur Geschichte der Gamskogel-Hütte ist soviel zu sagen, dass die ehemalige Brennhütte im Jahr 1950 von einer Lawine erfasst wurde. Daraufhin wurde dort 1951 die Gamskogel-Hütte erbaut. Gekocht wurde damals noch auf einem alten Holzherd. In der Gaststube sorgte ein Kachelofen für Wärme und Petroleumlampen für eine heimelige Atmosphäre, in der sich die einkehrenden Holzarbeiter, Jäger und Wanderer wohlfühlten. Heute ist die Gams ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Einheimische, das schon einige Auszeichnungen eingeheimst hat. Von der Gamskogelhütte kann man in verschiedene Richtungen zu anderen und höher gelegenen Almhütten ausschwärmen.