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Klima-und Umweltschutz haben höchste Priorität, bevor es zu spät ist

Alle Menschen dieser Welt tragen Verantwortung für Klima und Umwelt

Das am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedete Übereinkommen ist eine Vereinbarung der 196 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls. Es sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten vor. Bereits Mitte 2017 kündigte die USA Mitte 2017 ihren Austritt zum Jahr 2020 an. Machen sie damit Ernst, ist es das einzige Land weltweit, das dem Abkommen nicht angehört.

 

Was nützt also ein Abkommen über Klima-und Umweltschutz, wenn man ihm nicht weltweit nachkommt. Die Welt wird scheinbar von Egoisten und Ignoranten regiert, die entsprechend dem Spruch ,,Nach uns die Sintflut" handeln.

Auch Greta muss sich an seinen Taten messen lassen , nicht an Worten

Die damals 15-jährige Schülerin Greta Thunberg hat bei der letzten UN-Klimakonferenz in Kattowitz/Polen deutliche Worte ausgesprochen, die auf der ganzen Welt für Furore gesorgt haben: „Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Wenn ich Kinder haben werde, werden sie vielleicht diesen Tag mit mir verbringen. Vielleicht werden sie mich nach euch fragen. Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nichts gemacht habt, als es noch Zeit zum Handeln gab. Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft, direkt vor ihren Augen”, sagte sie.
Die Schülerin aus Schweden nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie kritisiert die Klimaschutzpolitik der EU. Die Gemeinschaft müsse den CO2-Austoß um mindestens 80 Prozent bis 2030 senken. Ansonsten würden die EU-Politiker "als größte Schurken aller Zeiten in Erinnerung bleiben"
Initialzündung für das plakative Handeln und vorgenannten Kritiken war eine Dokumentation über Plastikmüll im Meer, die Greta Thunberg in der Schule gesehen hat. Die soll sie tief bewegt und eine Art innere Krise ausgelöst haben. Bald danach begann sie, sich mit dem Klimawandel und dessen Folgen zu beschäftigen. Am 20. August 2018 ging sie erstmals in den Schulstreik. Seitdem bleibt die junge Aktivistin  jeden Freitag der Schule fern und demonstriert stattdessen vor dem Parlament in der schwedischen Hauptstadt Stockholm für den Kampf gegen den Klimawandel und besseren Umweltschutz. Viele Schüler tun es ihr seitdem gleich. Auch in Deutschland gehen vielerorts junge Menschen, aber auch Eltern und Lehrkräfte auf die Straße, um gegen den Klimawandel und für besseren Umweltschutz zu demonstrieren. 
Ich für meinen Teil finde es in Ordnung, die amtierenden zuständigen Politiker auf Missstände hinzuweisen. Sie sind unsere Volksvertreter und hierfür demokratisch gewählt worden, um Fehlentwicklungen gegenzusteuern.
Was ich absolut nicht gut finde, ist diese von Greta Thunberg angestoßene Bewegung "Fridays for Future". Warum muss es unbedingt der Freitag sein und nicht der Samstag?  Bei uns in Deutschland herrscht Schulpflicht. Laut statistischem Bundesamt kostet jeder Schüler durchschnittlich 6200 Euro jährlich. Auf der einen Seite ist der Aufschrei der Eltern nach fehlenden Lehrern groß. Auf der anderen Seite sitzen am Freitag viele in leeren Klassenzimmer, müssen aber, zumindest größtenteils,  von Steuergeldern finanziert werden. Also fällt das Unterfangen der Allgemeinheit zur Last. Das Verständnis hierfür hält sich in Grenzen. Ich glaube, es teilen viele meine Zumutung, dass Kinder , wenn sie schon wie Erwachsene behandelt werden und etwas wirklich bewegen wollen, in ihrer Freizeit demonstrieren sollen, anstatt den Unterricht zu schwänzen.   
Spätestens dann trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn sich herausstellt, wer es ernst meint und wer nicht.  Meine durchaus begründete Vermutung ist, dass einige "Trittbrettfahrer" dabei sind, die eine willkommene Chance darin sehen, eine Auszeit vom Unterricht herauszuschinden. Bei einer Befragung, die kürzlich im Fernsehen ausgestrahlt wurde, berichtete eine Mutter, dass ihre Tochter sie gefragt habe, ob sie einer Teilnahme bei "Fridays for Future" zustimmen würde,  habe sie geantwortet: "Wenn du einen triftigen Grund dafür hast, ja!" Die Tochter antwortete: "Da finde ich bestimmt einen, der den Streik rechtfertigt". Manche machen nur mit, weil es auch andere tun. Auch hier gilt "Dabei sein ist alles!" Nicht umsonst heißt es: "Der Mensch ist ein Herdentier!"

Umwelt-und Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und sie muss sich in den Köpfen verankern. Jeder kann im Kleinen dazu beitragen. Aber im Großen Ganzen ist die Weltpolitik gefordert. Es nützt nichts, wenn nur Deutschland oder Schweden die Notwendigkeit dazu sieht. Es muss weltweit ein Verständnis und Sensibilität hierfür geschaffen werden, dass ein "Weiter so" ins Verderben führt. Während wir noch nicht die Gelegenheit hatten, hat die gegenwärtige Generation die Möglichkeit, sich mit der gesamten Welt zu vernetzen, um Weichen für die Zukunft zu stellen. Aber lasst euch gesagt sein, was sich mit großer Wahrscheinlich nie ändern wird. Nämlich, dass die Reichen und Mächtigen auch künftig die Strippen ziehen werden. Das alte Sprichwort "Geld regiert die Welt" wird weiterhin Gültigkeit haben. Dennoch müsst ihr Gegenwärtigen ständig und hartnäckig versuchen, für euere Belange und die der Zukünftigen zu kämpfen. 

Die Welt ist zu keiner Zeit ein Paradies und auch kein Selbstläufer gewesen. Sie dreht sich unaufhörlich weiter und wandelt sich ständig. Das wird sie mit den und ohne den Gretas dieser Welt und ihren Mitstreitern.  Auch kann man die Zeit nicht zurückdrehen, denn die  Geister die man rief, wird man sehr schwer, wahrscheinlich gar nicht mehr los. 

Meine Generation praktizierte Umweltschutz, bevor es das Wort dafür gab

Die Schülerin Greta warf in ihrer kurzen Rede auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor den älteren Generationen Versagen vor. Diese hätten es versäumt, die größte Krise der Menschheit anzugehen, sagte sie auf Englisch. "Wenn wir sagen, dass wir Angst vor der Zukunft unserer Zivilisation haben, dann tätscheln sie uns den Kopf und sagen: 'Alles wird gut, macht euch keine Sorgen'. Aber wir müssen uns sorgen, wir müssen in Panik verfallen", sagte Thunberg weiter. "Wir wollen eine Zukunft, ist das zuviel verlangt?", fügte sie hinzu. Die schwedische Schülerin mahnte, dass noch nichts Konkretes geschehen sei. Die Bewegung stehe erst am Anfang.

 

Als absolute Frechheit empfinde ich bei allem Respekt vor dem Engagement der jungen schwedischen Dame, wenn sie der älteren Generation - und zu der gehöre ich als Mitte des letzten Jahrhundert Geborene - Fehlverhalten unterstellt. Die negative Entwicklung hat doch erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts Fahrt aufgenommen. Während die heutigen Großeltern noch zur Reparaturgesellschaft gehörten, nimmt heutzutage die Wegwerfmentalität in erschreckender Art und Weise überhand. Auch die Technik verändert sich in einem Tempo, wo sogar die Generation meiner Kinder nicht mehr Schritt halten kann. Nur das Neueste und Teuerste ist gerade gut genug. So türmen sich die Berge von Müll und Elektroschrott unaufhaltsam weiter in schwindelnde Höhen. Die Verschwendung wertvoller unwiederbringlichen Ressourcen nimmt beängstigende Ausmaße an. Jeder will Spaß haben und keiner will mehr auf irgend etwas verzichten. Hier sollte die gute Greta eingreifen und an ihre Altersgenossen appellieren, sich gemeinsam bei den Verantwortlichen stark zu machen, um Missstände, wie zum Beispiel dem unsäglichen Plastik-Verpackungswahn Einhalt zu gebieten. Wir Omas und Opas haben diese Situation bestimmt nicht herbeigeführt. Wir haben Umwelt-und Klimaschutz tagtäglich praktiziert, obwohl es das Wort hierfür noch gar nicht gab. Wir gingen zu Fuß oder fuhren mit dem Fahrrad zur Schule. Genauso unsere Kinder, die heutigen mittelaltrigen. Es ist deine Generation, liebe Greta, die täglich mit dem SUV am Schulportal abgeliefert wird. Ihr seid es, die nicht ohne das neueste Handy leben wollt und alle Annehmlichkeit gerne, oft und jederzeit in Anspruch nehmt. Verzicht ist ein Fremdwort für euch. Im Gegensatz zu dir und deiner Generation stiegen wir Treppen empor, einen Aufzug oder dergleichen gab es noch nicht. Wir tranken Leitungswasser aus Gläsern, wuschen die Wäsche noch mit der Hand und hängten sie auf die Wäscheleine und, und, und.  Wir standen eine Viertelstunde eher auf, um unseren Kaffee zu Hause zu trinken und lümmelten nicht an allen Ecken und Enden mit Coffee-to-go-Bechern herum, von denen stündlich davon allein in Deutschland 320.000 weggeworfen werden. Auch haben wir die Nahrungsmittel geachtet, anstatt sie achtlos in den nächsten Abfalleiner zu werfen, wenn sie nicht so schmecken oder man satt ist. Die Liste, was uns "Alten" zu den heutigen "Jungen" unterscheidet, wäre endlos.   

 

Das versetzt uns ,,Alten" auch in Angst und Panik, liebe Greta. Wir sorgen uns nämlich um unsere Enkel und Urenkel. Außerdem haben wir uns früher genauso wie du, vielleicht sogar noch stärker, gegen unliebsame Maßnahmen gewehrt, dafür gibt es jede Menge nachlesbare Beispiele. Nicht immer war es von Erfolg gekrönt und oft kämpften wir gegen Windmühlen. Es ist also totaler Unsinn was du sagst. Wir wollen euch weder tätscheln und beschwichtigen , im Gegenteil,  wir legen die Verantwortung der Gegenwart vertrauensvoll in eure Hände. weil es euch obliegt, das Heute und Morgen positiv zu gestalten. Also setzt euch gefälligst selbst dafür ein und schaut den Volksvertretern auf die Finger, reklamiert was euch, der Umwelt, dem Klima und der Gesundheit schadet. Nicht uns, sondern euch gehört die Zukunft. Wir verschwinden allmählich von der Bildfläche. Beweist euch Grünschnäbel erst einmal, bevor ihr Kritik an euren Vorfahren äußert. Lediglich die Schule zu schwänzen und kluge Sprüche zu klopfen, wird die von euch kritisierten Probleme nicht lösen. Diese Aktionen nutzen sich erfahrungsgemäß mit der Zeit ab und verlaufen allmählich im Sand. Ihr werdet von eueren Nachfolgern ebenfalls an euren Taten gemessen werden und nicht an eueren Worten. Wie heißt es so schön: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" Nur mit dem mahnenden Zeigefinger andere anschwärzen, das kann jeder. Da braucht es keine schwedische Greta.

Die weltweite Vernetzung nutzen, um gemeinsam die Umwelt zu schützen

Ich persönlich erachte Umwelt-und Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe, die sich in den Köpfen verankern muss. Jeder kann im Kleinen dazu beitragen, was letztendlich Großes bewirken kann.. Aber im Wesentlichen ist die Weltpolitik gefordert. Es nützt nichts, wenn nur Deutschland oder Schweden die Notwendigkeit dazu sieht. Es muss weltweit ein Verständnis und die Sensibilität hierfür geschaffen werden, dass ein "Weiter so" ins Verderben führt. Während meine Generation und die darauffolgende noch nicht die Gelegenheit hatte, hat die gegenwärtige Generation die großartige Möglichkeit, sich mit der gesamten Welt zu vernetzen, um Weichen für die Zukunft zu stellen. Aber lasst euch gesagt sein, was sich mit großer Wahrscheinlich nie ändern wird. Nämlich, dass die Reichen und Mächtigen auch künftig die Strippen ziehen werden. Das alte Sprichwort "Geld regiert die Welt" wird weiterhin Gültigkeit haben. Umso mehr müsst ihr Gegenwärtigen ständig versuchen, für euere Belange und die der Zukünftigen zu kämpfen und einzutreten. Ihr müsst denjenigen auf die Pelle rücken, die Umweltsünden aus Profitgier und Machtgehabe zulassen. Ihr dürft euch nicht abwimmeln lassen und Umweltsünder zur Strecke bringen.

 

Die Welt ist zu keiner Zeit ein Selbstläufer gewesen, man hat sie sich mehr oder minder sinnvoll untertan und zunutze gemacht. Sie dreht sich unaufhörlich weiter und wandelt sich ständig. Das wird sie mit den und ohne den Gretas dieser Welt und ihren Mitstreitern.  Auch kann man die Zeit nicht zurückdrehen, denn die Geister die man rief, wird man sehr schwer, wahrscheinlich gar nicht mehr los. Deshalb sollte man die noch verbliebenen Naturparadiese schützen und bewahren. Wenn die Menschheit der Natur und der Umwelt nicht den nötigen Respekt entgegenbringt und weiterhin ohne Rücksicht auf Verluste Raubbau an ihr betreibt, wird sich diese auf kurz oder lang zu wehren wissen. Die Folgen wird sich so keiner richtig vorstellen können und wenn es zu spät ist, wird eine Umkehr kaum noch möglich sein.