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Mein Lehrer Manfred Bacher vermittelte uns auch Herzensbildung

Bayern, Heimat, Tradition, Brauchtum - gestern, heute, morgen

Manfred Bacher - ein Lehrer aus echtem Schrot und Korn

Ich möchte es keinesfalls versäumen, meinen Lehrer Manfred Bacher zu erwähnen. Ihm habe ich viel zu verdanken. Er hat uns in einer kleinen Volksschule in Zaisering (Landkreis Rosenheim) neben Schreiben, Lesen und Rechnen auch Werte respektive Herzensbildung vermittelt, die man heutzutage zunehmend vermisst. Obwohl es in meiner Generation nur 8 Klassen gab, die in Unter-und Oberstufe (1. bis 4. und 5. bis 8.Klasse) aufgeteilt waren, sind wir lebenstauglich und mit dem nötigen Grundwissen entlassen worden. 

 

BU's: links: Hanni und Anneliese und rechts: Gerda und ich

Ein Dorflehrer, der uns gebildet ins Berufsleben entließ

Es lag nun an uns, etwas aus unserem Leben zu machen. Ich begann danach eine Lehre als Großhandelskauffrau in der Lebensmittelbranche in Haidholzen.

Wie ich erst viel später erfahren habe, ist ,,mein" Lehrer Manfred Bacher nicht nur ein exzellenter Pädagoge gewesen. Er war Autor, BR-Moderator einer Bergsteigersendung, Segelflieger, Turmschreiber

und Spieleerfinder. Mit "Wer's weiß, gewinnt" lernten wir spielerisch das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Zum "Räuber Hotzenplotz"-Autor Otfried Preußler pflegte er meines Wissens ein freundschaftliches Verhältnis. 

Zurück zu seinen Autorenqualitäten: In den Jahren von 1968 bis 1994 hat er achtzehn Bücher geschrieben, die in "Wikipedia" so beschrieben werden: ,,Bachers Bücher spielten in der dörflichen Idylle und verklärten diese nicht, sondern beschrieben humorvoll und amüsant die Widrigkeiten und den Provinzialismus des bayerische Volkslebens und stehen damit in der Tradition von Ludwig Thoma."  Das eingefügte Bild stammt vom Schulausflug zum Tierpark ,,Hellabrunn" in München, den Manfred Bacher in seinem Büchlein ,,Lehrer sein dagegen sehr" absolut treffend und lustig beschrieb.