· 

Schlaf ist für Menschen, was für die Uhr das Aufziehen

Bayern, Heimat, Tradition, Brauchtum - gestern, heute, morgen

Naturheilmittel können dem Albtraum der Schlaflosigkeit entgegenwirken

"Schlafstörungen nehmen deutlich zu. 80 Prozent der Erwerbstätigen schlafen schlecht" heißt es im Wissensmagazin Scinnex, das laut dessen Impressum auf dessen Internetseite 1998 als Gemeinschaftsprojekt des Heidelberger Springer Verlags und der Düsseldorfer MMCD NEW MEDIA GmbH gegründet wurde und von führenden Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Gesellschaften unterstützt wird. Diese Erkenntnisse basieren auf einer DAK Gesundheits-Studie. Die Betroffenen fühlen sich demnach regelmäßig von Ein- und Durchschlafproblemen betroffen. Das spiegelt sich auch bei den Krankmeldungen wider. Schuld an der Schlaflosigkeit könnten unter anderem stressige Arbeitsbedingungen sein. Das alarmierende daran ist, dass die Schlafstörungen  seit 2010 um 66 Prozent zugenommen hat. Jeder zehnte Arbeitnehmer leidet sogar unter einer besonders schweren Form von Schlafstörungen, der sogenannten Insomnie. Sie zeichnet sich durch extreme Ein- und Durchschlafprobleme, schlechte Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung aus. Frauen sind davon etwas häufiger betroffen als Männer. 

Der chronische Schlafmangel kann schwere Folgen für die Gesundheit haben: Fehlt unserem Gehirn diese wichtige Ruhepause zum Entgiften, leiden sowohl Laune als auch Gedächtnis. Im Extremfall nimmt das Gehirn sogar bleibende Schäden. Zu den eingeschränkten kognitiven Leistungen können zudem hormonelles Ungleichgewicht und eine höhere Anfälligkeit für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselstörungen sowie psychische Erkrankungen hinzukommen.

„Der Körper braucht aber Zeit, um nach einem stressigen Tag abzuschalten und sich auf den Schlaf einzustellen. Diese Zeit müssen wir ihm gönnen.“ sagt Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité.   In der Tat kümmern sich Menschen vorrangig darum, dass während der Nacht die Akkus ihres Smartphons aufgeladen werden, als dass sie dafür sorgen, ihre eigenen Batterien aufzuladen.

 

Man möchte es nicht glauben, aber schon Kinder leiden unter Schlaflosigkeit

"Ein Kapitel für sich ist die Schlaflosigkeit bei Kindern, verursacht von Umweltreizen, die tagtäglich über die kindlichen Seelen hereinbrechen" heißt es in dem besagten, wieder aufgefundenen Buch der Naturmedizin, das ich eingangs meiner Kategorie "Gesundheit-Naturheilpflanzen" erwähnt habe. Während es bei der Veröffentlichung im Jahr 1996 nur der Fernseher und die Musik war, die Kinder von ihren Schulaufgaben ablenkten, so sind es heutzutage ganz andere technische Errungenschaften, an denen ihre geistige Entwicklung Schaden nehmen kann und dazu führen, dass sie übernervös, zerstreut, übermüdet und Lernschwierigkeiten haben. In dem Buch wird die Verantwortung den Eltern zugeschrieben,  die Reizüberflutung ihrer Kinder in Grenzen zu halten. "In keinem Fall dürfen Eltern es zulassen, dass Kinder mit chemischen Einschlafhilfen und anderen Psychopharmaka in Berührung kommen" Damit würde man den Kindern schwere und nicht wieder gut zu machende Schäden zufügen, so die Meinung der Verfasser.

Das ist meines Erachtens im Zeitalter des World Wide Web nicht mehr so einfach. Heute, wo es für die meisten Erwachsenen und Kinder zum alltäglichen Medium geworden ist, malen nur noch Wenige den Teufel an die Wand. Internet ist heutzutage unerlässlich und eine Selbstverständlichkeit. Die Haltung der Medienpädagogen ist differenzierter geworden, und Eltern, Lehrer und auch Kinder sind kompetenter als in den ersten Jahren.  Dennoch gibt es im Netz Gefahrenpotenziale, dessen Konsum Kindern vorenthalten werden sollte. Darüber hinaus können natürlich auch Schulstress und soziale Probleme Ursachen bei Schlaflosigkeit sein. 

Wenn Kinder technische Geräte wie Handys, Computer oder Fernseher in ihrem Zimmer haben, schlafen sie weniger und schlechter. Das fanden US-amerikanische Wissenschaftler bei einer Umfrage heraus. Eltern sollten daher unbedingt dafür sorgen, dass die Kinder bereits eine Stunde vor dem Schlafengehen ihre technischen Geräte ausschalten. Quelle: Zentrum der Gesundheit. Eine weitere Konsequenz des Medienkonsums ist, das sich die betroffenen Schulkinder häufig zu wenig bewegen und deshalb nicht nur geistige, sondern auch körperliche gesundheitliche Schädigungen wie zum Beispiel Adipositas davontragen.

Naturmedizinische Präparate stärken und sorgen für natürlichen Schlaf

Wenn ich über Selbstbehandlung und Volksmedizin schreibe, dann entspringt das nicht allein meinen persönlichen Erkenntnissen, sondern vielmehr dem besagten Buch der Naturmedizin, das ich unter anderem folgendermaßen zitiere:

"Naturmedizinische Präparate stärken und harmonisieren das Nervensystem und fördern den natürlichen Schlaf. Dabei erzeugen sie keinerlei schädliche Nebenwirkungen. Sie sind selbst bei Dauergebrauch gut verträglich, sie machen nicht abhängig und beeinträchtigen auch nicht die Fahrtüchtigkeit. Bewährt hat sich die Kombination der drei folgenden Präparate: Remedium Nervinum EKF. Davon nimmt man täglich 30 bis 49 Tropfen in heißer Flüssigkeit vor dem Essen. Kinder bekomme die Hälfte.  Das zweite heißt

Remedium Somniferum EFK. Man nimmt vor dem Schlafengehen ein-bis zweimal 40 Tropfen. Bei Schlafunterbrechung kann man noch einmal die gleiche Dosis nehmen. Das dritte im Bunde ist Biosan Schlaftee Man trinkt eine Tasse vor dem Schlafengehen und verstärkt die Wirkung, indem man das Remedium Somniferum EFK hineingibt. Kinder trinken den Tee, mit Honig gesüßt, zum Abendessen.

Wichtig ist eine entsprechende Umstellung im seelischen Bereich. Sorgen und Probleme sind Feinde des Schlafs und dürfen die Schwelle des Schlafzimmers nicht überschreiten. Auch wer im Bett an die Ereignisse des vergangenen Tages denkt und sich auf den bevorstehenden einstimmt, handelst schlaffeindlich. Mit dem Augenblick des Niederlegens müssen Körper und Geist auf nichts anderes als den erquickenden Schlaf eingestellt sein.

 

Eine Teemischung aus der Volksmedizin könnte ebenfalls helfen

Man mischt zu gleichen Teilen Baldrian, Frauenmantel, Melisse sowie Hopfen, Goldraute und Taubnessel. Von dieser Mischung nimmt man soviel, wie man mit der Fingern fassen kann, auf eine Tasse, überbrüht mit kochendem Wasser und lässt es zehn Minuten ziehen. Vor dem Schlafengehen trinken.