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Das grüne Punktekonto kostet Arbeitsplätze, Wohlstand und viel Geld

Klima-und Umweltschutz scheidet die Geister und erhitzt die Gemüter

Heute steht folgender Leitartikel mit der Überschrift "Das Phänomen Grün" im Dingolfinger-Anzeiger - verfasst von Helmut Maier-Mannhart - den ich voll und ganz teilen und unterschreiben kann und mir aus der Seele spricht:

 

Es gehört zu den kaufmännischen Gepflogenheiten in unserem

Land, dass man den Verbraucher unmissverständlich über den Preis einer Ware aufklärt. Dazu hat der Gesetzgeber das recht sperrige Wort "Preisauszeichnungsverordnung" erfunden.

Es stellt denjenigen unter Strafe, der dagegen verstößt. Nun gilt dieser

Gesetzesgrundsatz leider nicht für den politischen Raum. Deshalb ist es

auch möglich, leicht Dinge zu versprechen, ohne die damit verbundenen

Konsequenzen benennen zu müssen. Davon hat in der jüngeren Vergangenheit

vor allem eine Partei profitiert: die Grünen. Nach ihren Zugewinnen bei

der Europa-Wahl weisen sie die neuesten Umfragen auf Augenhöhe mit der

Union aus.

Ein Geheimnis ihres Erfolges ist, dass sie sehr geschickt nach dem Prinzip eines Kaufmannes agieren, der es mit der Aufklärung seiner Kunden, was den Preis anbetrifft, nicht so ernst nimmt. Sie haben, um im Bild zu bleiben, ihr Schaufenster sehr hübsch mit allerlei publikumswirksamen Umwelt-Artikeln dekoriert, leider fehlen dabei die Preisschilder.

 

Grüne Schaufenster sind hübsch dekoriert, leider fehlen die Preisschilder

Was dabei gemeint ist? Nun, die Grünen treten mit Vehemenz für eine Politik ein, die eine radikale Abkehr von den ökonomischen Verhältnissen, wie sie derzeit bestehen, beinhaltet. Das betrifft alle wesentlichen ökonomischen Bereiche: die Energie-,Verkehrs-und Agrarpolitik. "Das gesamte Register an notwendigen Maßnahmen muss gezogen werden - jetzt sofort und gleichzeitig in allen Bereichen" so fordert es die Co-Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Ein noch schnellerer Abschied von der Kohle als beschlossen, muss her. Dazu: weg mit Verbrennungsmotoren, eine saftige CO² muss her, keine Massentierhaltung und so weiter.

Keine Frage: Das kann man alles fordern und manches davon wird man wohl auch umsetzen müssen, wenn man die Warnungen der Klimaforscher ernst nimmt und eine weitere Erwärmung des Planeten Erde verhindern will. 

Wer kann das bezahlen, wer hat so viel Geld?

Der besagte Bericht setzt sich wie folgt fort: 

Aber dann muss man eben auch ehrlich sein und den Menschen sagen, dass eine solche Politik jeden einzelnen Bürger nicht zu knapp Geld kosten wird, siehe der Hinweis auf die Preisauszeichnung. Und dass es, vor allem wenn man die Dinge im Alleingang, also ohne internationale Absprachen, vorantreiben will, Wohlstand und Arbeitsplätze kosten wird. Aber mit solchen Wahrheiten haben es die Grünen nicht so. Und wenn sie sich äußern, dann wird sich so mancher Zeitgenosse noch an die Worte des damaligen Grünen-Chefs Jürgen Trittin erinnern, der sagte, der Umbau auf erneuerbare Energien wird jeden Haushalt nicht mehr als eine Kugel Eis kosten. Was daraus geworden ist, lässt sich an jeder Stromrechnung ablesen.

Das alles ist kein Plädoyer dagegen, dass man Entscheidungen, wie sie die Grünen treffen wollen, auch fällt. Nur muss man dem Bürger auch sagen, was die Folgen sein werden. Weniger CO²-Ausstoß ist nun einmal nicht zum Nulltarif zu haben. Eine solche Offenheit unverrückbaren  Tatsachen gegenüber lassen aber nicht nur die Grünen vermissen. Auch alle anderen Parteien, soweit sie sich zum Klimaschutz äußern, lassen die Menschen in dem Glauben, das alles sei sozusagen aus der Portokasse zu finanzieren.

Das Bekenntnis zum Klima-und Umweltschutz endet oft am Geldbeutel

Der Verfasser des Leitartikels Helmut Maier-Mannhart, der seine Meinung im genannten Leitartikel zum "Phänomen Grün" kundgetan hat, fragt natürlich auch, ebenso wie viele andere Bürger, was die Grünen zu den Siegern der Europawahl machte. Er sieht den Grund darin, dass sie sich von allen Parteien in Deutschland mit Hilfe von Greta Thunberg eindeutig positionieren konnten. Meines Erachtens hat ihnen auch der YouTuber Rezo mit der Kritik an Union, SPD und AfD zugespielt und so wuchs das Punktekonto der Grünen derart an, dass sogar ein Bundeskanzler Habeck nicht mehr auszuschließen sei. Spätestens dann schlage die Stunde der Wahrheit, weil es für ihn dann nur noch zwei Optionen gibt: Entweder er schlägt jenen radikalen Umweltkurs ein, den seine Kollegin Baerbock angekündigt hat. Dann werde es ihm so ergehen wie einst Gerhard Schröder, der seine Agenda 2010 mit der Abwahl bezahlt hat. Denn das Bekenntnis zur Umwelt und damit das Verständnis zur Veränderung endet bei vielen Bürgern am Geldbeutel, der dadurch arg strapaziert würde. Steuert er dagegen einen sanften Kurs an, der weniger Effekt verspricht, so wird er seine Stammwähler verprellen. Eine Zwickmühle, die in ähnlicher Form auch die Mitglieder der großen Koaltion scheuen und deshalb so halbherzig in punkto Klimapolitik agieren. 

 

Bevor ein Shitstorm über mich hereinbricht, möchte ich betonen, dass ich die Meinung von Helmut Maier-Mannhart (Dingolfinger-Anzeiger Seite 2) wiedergebe, der ich mich aber anschließen möchte. Jeder kann seine eigene Meinung haben, muss aber auch andere gelten lassen.