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Alles ist besser als eine Zukunft mit Rechtsextremismus zu wählen

Bayern, Heimat, Tradition, Brauchtum - gestern, heute, morgen

Gesunden Menschenverstand walten lassen, wenn es um die Heimat geht

Politik hatte in meinem Leben nie einen großen Stellenwert. Deshalb steht es mir auch nicht zu, über einzelne Personen, die in Führungspositionen die Strippen ziehen, ein Urteil zu fällen. Wer nicht mitmischt, kann schlecht mitreden. Dennoch verändert die Politik unser Leben - sie stellt die Weichen.

Die Welt verändert sich deutlich merkbar und wie mir vorkommt, immer schneller.  Man spürt es an vielen Dingen und diversen Situationen. Obwohl sich Vieles zum positiven verändert, ist zunehmend auch Unerfreuliches und Beängstigendes festzustellen. Meinen Empfindungen nach kommen Normen und Werte, die meiner Generation (*1948) von den Eltern und in der Schule beigebracht wurden, immer mehr abhanden. Ich vermisse oftmals den Respekt, die Ehrlichkeit, das Vertrauen, das Pflichtgefühl, die Loyalität, Toleranz, die Glaubwürdigkeit und einiges mehr, wenn ich an diverse Situationen denke. Es fehlt an Vorbildern. Dabei sind in den kollektiven Systemen gemeinsame Werte eine der wichtigsten Grundlagen aller Gemeinsamkeiten und sinnstiftenden Verbindungen.

 

Das Wertefundament wird sehr früh gelegt. Kinder sind Nachahmer. Sie orientieren sich an den Erwachsenen. Die Eltern sind die ersten Vorbilder, dann die Erzieherinnen im Kindergarten, die Lehrkräfte in den Schulen, die Ausbilder und alle, die mit Kindern und jungen Leuten zu tun haben. .

 

„Erziehung sei Vorbild und Liebe“, so hat es Pestalozzi vor mehr als 200 Jahren einmal ausgedrückt. Die Vorbildfunktion der Eltern lenkt und prägt das Leben der Kinder und Jugendlichen.

Ich erwähne nur ein paar alltägliche simple Beispiele, die mir spontan dazu einfallen:

Werfen Mama und Papa das Bonbonpapier einfach auf den Boden und nicht in die dafür vorgesehenen Abfalleimer, tun das die Kinder auch. Werden die Picknickreste, Plastikflaschen und - taschen, Pappteller und -becher am Badesee oder am Spielplatz einfach liegen gelassen, anstatt es wieder mit nach Hause zu nehmen, um es ordnungsgemäß zu entsorgen, sehen die Kinder keine Veranlassung, dies nicht ebenso zu machen. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Nach dem Motto "Hinter uns die Sintflut" wird unsere schöne Welt so nach und nach zugemüllt. 

Meines Erachtens liegt ein wesentlicer Grund für einen Normen- oder Wertewandel darin, dass zu viele geltende Regeln und Normen, die ein gut funktionierendes Miteinander möglich machen, vermehrt über Bord geworfen werden. Gewinnt diese Gruppe der Menschen mehr und mehr an Einfluss, passt sich die Gruppe, der bisher Gesetz und Anstand wichtig war, der egoistischen Gruppe an, der alles egal ist und sich an nichts und niemand hält . 

Enttäuschung ist kein Argument, eine Denkzettelpartei zu wählen

In der Regel sind Vorbilder erfolgreich, etabliert, unabhängig und können ihre Meinung und Wertekonzepte durchsetzen. Und sie sind nachhaltig anerkannt - besonders in den dementsprechend konformen Kreisen. Da Anerkennung ein wesentliches Grundbedürfnis des Menschen ist, eifert man dem Vorbild nach. Leider gilt dies anscheinend auch bei schlechten Vorbildern. Denn der Mensch ist auch ein Herdentier.  Viele meinen: "Wenn es alle machen, dann kann, darf und mach ich das auch!"

 

Eigentlich müssten ja unsere Volksvertreter - die Politiker - gute, nachahmenswerte Vorbilder sein. Zumindest haben sie es in der Hand, die Voraussetzungen für Recht und Ordnung zu schaffen. Der Exekutive obliegt es, Verstöße zu ahnden. Am kommenden Sonntag, den 18. Oktober ist Landtagswahl in Bayern.

Wenn man sich die Parteienlandschaft so betrachtet - und da kommt man derzeit nicht umhin, denn überall schauen die sogenannten ,,Vorbilder" von den Plakaten - dann fällt es mir persönlich schwer, mich zu entscheiden. Schließlich vertraue ich mich der oder dem Jenigen an, sich für meine Interessen einzusetzen. Ich finde es allerdings für grundlegend falsch, aus Enttäuschung oder Wut die ,,Denkzettelpartei" zu wählen. Ich habe große Zweifel, dass diese selbst ernannten, aber total unerfahrenen Heilsbringer, deren Gesinnungs-Vorgänger für die dunkelste Geschichte Deutschlands verantwortlich waren, mehr bewirken, als die bisherige und jetzige Regierung. Da geht meines Erachtens der Schuss unweigerlich nach hinten los. Wahlprogramme und deren versteckte Botschaften sollte man genau durchleuchten, bevor man sein Kreuzchen macht, um böse Überraschungen zu vermeiden. 

Deutschland darf nicht schon wieder Rattenfängern hinterher laufen

"Man muss auch wieder stolz auf Hitler sein dürfen" meinteein Vorsitzender einer sehr umstrittenen Partei laut Kölner-Abendblatt in seiner Ausgabe vom 18. September 2017. Das sagt eigentlich alles. Dass es so viele Menschen gibt, die ihm dafür und für vieles andere widerwärtige Wortgewäsch Zuspruch leisten, beängstigt mich als Oma von vier Enkeln sehr. Meine Frage ist: "Wohin bewegt sich Deutschland eigentlich ?". So schlimm können alle anderen Parteien miteinander nicht regieren, wie diese Gesinnungs-Gruppierung, die für sich in Anspruch nimmt, dass sie das Volk sind. Es kann doch nicht sein, dass deutsche Bürger schon wieder solchen Leuten auf den Leim gehen. Hat man wirklich nichts aus der Geschichte gelernt? Gerade deswegen sollten verantwortungsvolle Bürger, die das Ansinnen einer rechtsextremistisch orientierten Partei durchschauen, zur Wahl gehen. Jedes Kreuzchen für demokratische Parteien nimmt den braungefärbten den Wind aus den Segeln. Deutschland hat seit 23. Mai 1949 ein Grundgesetz, in dem Rechte und Pflichten geregelt sind. Ich denke, dass die etablierten Parteien durchaus in der Lage, gemäß einer zeitgemäßen Entwicklung mit politischen Maßnahmen und Korrekturen das Land zu gestalten. In einer großen Koalition und einer starken Opposition ist dies zwar nicht immer leicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Zu viele Meinungen prallen aufeinander. Aber immer noch besser, als die sogenannte Alternative, die Deutschland zurück in eine unbestimmte und unsichere Vergangenheit führen möchte.  Ich kenne die Folgen dieser Politik noch aus eigener Erfahrung. Zwar nur mehr von den fürchterlichen Spuren des 1945 beendeten 2. Weltkrieges, die dieser hinterlassen hat.  Dennoch genug, um vor dieser Art von "Rattenfängern" zu warnen, deren Geschäft die politische Verführung anderer Menschen ist, gerne auch mit Lug und Trug. Die Verwendung des Begriffs geht auf die Sage des Rattenfängers von Hameln zurück. Und der wurde ja vor allem bekannt, weil er 130 Kinder mit seiner Flöte aus der Stadt lockte. Der/die politische Rattenfänger(-in) verführt also vorwiegend kindliche Gemüter, indem er/sie ihnen etwas vorspielt.

 

Ich möchte keineswegs beeinflussen, sondern lediglich meine persönliche Meinung kundtun. 

Rechtsextremisten haben in deutschen Parlamenten nichts zu suchen

Manfred Weber , Fraktionschef der Europäischen Volkspartei und stv.CSU Parteivorsitzender ist (rechts) ein bodenständiger Politiker
Manfred Weber , Fraktionschef der Europäischen Volkspartei und stv.CSU Parteivorsitzender ist (rechts) ein bodenständiger Politiker

Viel halte ich auf das Wort und die Meinung des Fraktionsschefs der Europäischen Volkspartei und stellvertretenden Parteivorsitzenden der CSU  Manfred Weber aus Wildenberg bei Kehlheim, den ich während meiner Pressetätigkeit persönlich kennenlernen durfte.  Auch er sieht in der AfD keineswegs eine Alternative für Deutschland. Im Gegenteil: Am vergangenen Samstag den 6.Oktober sagte er in einem Interview mit Dr. Gerald Schneider, das im Dingolfinger-Anzeiger veröffentlicht wurde:, unter anderem Folgendes: ,,Die AfD steht nicht für eine erfolgreiche Zukunft in unserem Land. Sie steht für die Vergangenheit." Es werde jeden Tag deutlicher, dass die AfD eine mehr und mehr radikale Kraft ist, die unser System ablehnt, so die Einschätzung von Manfred Weber. Diese aus Frust, Wut und Enttäuschung zu wählen, sei der falsche Weg. Es spiele dem Rechtsextremismus in die Hände.