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Gäubodenvolksfest in Straubing - do muaß i und geh i hi

Bayern, Heimat, Tradition, Brauchtum - gestern, heute, morgen

Dem Volksfest in Straubing mit Ostbayernschau wird entgegen gefiebert

"Do is mei Vadda scho mid mir hinganga und mi ziagts a olle Jahr aufs neie wieda hi. Do muaß i scho krank sei oder sonst an triftigen Grund hom, dass i dahoambleib" so brachte kürzlich ein Einheimischer den Drang zum Gäubodenvolksfest in Straubing auf den Punkt, das am kommenden Freitag, den 11. August beginnt und am Montag, den 21. August endet. Von seinem Vorhaben abbringen kann ihn da nicht so leicht niemand . Seine Leidenschaft teilt er inzwischen mit seinen Kindern. Auch sie fiebern dem Jahresereignis, das alles andere in den Schatten stellt, entgegen. Bei seiner aus Oberbayern stammenden Frau hält sich die Begeisterung allerdings in Grenzen, denn sie kann ihren Mann für 10 Tage abschreiben. Die Gründe kennt sie:

"Einfach zwecks da Gaudi,weng da Gmüatlichkeit und weils einfach schee is" heißt es unisono bei den Fans dieses Traditionsfestes, das Jung bis Alt immer wieder auf's Neue fasziniert.

"Schuld" ist genaugenommen eine sächsische Prinzessin, die offensichtlich das Herz des bayrischen Kronprinzen Ludwig erobert hat. Er ehelichte seine adelige Braut Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12.Oktober 1810. Das aus diesem Anlass veranstalte Pferderennen auf der Theresienwiese in München war die Geburtsstunde des Oktoberfestes. Danach  verband man es mit dem Zentrallandwirtschaftsfest , um die Landwirtschaft zu stärken. Dies fand zunehmend  in anderen Gegenden Nachahmung und es wurden derartige Feste auch woanders veranstaltet.  1812 fand das erste Landwirtschaftsfest in Straubing statt, das im Laufe der Jahre zum Volksfest mutierte und schließlich 1906 in "Straubinger Volksfest" umgetauft wurde. Daraus entstand 1938 das ,,Gäubodenvolksfest Straubing", dem seit 1961 die Ostbayernschau angliedert. Rund 1,3 Millionen Besucher sprechen für sich. (Bilder unter "Tradition und Brauchtum"